Von Martha Zach
Die Rüben - im Volksmund "Ruabn" genannt - waren lange Zeit neben Getreide und Bohnen, später auch Kartoffeln, ein wichtiges Nahrungs- und
Futtermittel für Mensch und Tier, vor allem im Winter.
Der Anbau wurde nach dem 2. Weltkrieg immer weniger und hörte Anfang der 60er Jahre ganz auf. Aus den wenigen Erzählungen hörte ich: Für
Mensch und Tier baute man ein und dieselbe Sorte (die wenig schmackhaften Futterrüben) an. Man bekam sie in den Kriegszeiten fast täglich.
Die Arbeitskräfte auf den Bauernhöfen wurden rar, und die wenig rühmliche Bezeichnung "Arme-Leute-Essen" trugen zu ihrem Verschwinden bei.
Heute besinnt man sich ihrer wieder. Mit ihrem niedrigen Kalorieengehalt, neben vielen Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen soll sie wieder
eine schmackhafte Bereicherung unseres Speiseplans werden.

Wir vom Jesuitengarten wollen dieses traditionelle, in Vergessenheit geratene Gemüse wieder in unserem Garten anbauen und benötigen dafür
noch weitere Informationen. Daher der Aufruf an unsere Webseiten-Benutzer: Sollten Sie dazu etwas wissen - aus Erzählungen oder noch selbst "erlebt" -
teilen Sie es uns bitte mit.
Informationen zu Sorten, Anbau, Pflege und Verarbeitung (z. B. saure Rüben) sind herzlich willkommen! Telefonnummer Martha Zach: +43 (0) 3685 / 23774.